Seit 1. April 2017 haben Angestellte wieder die Möglichkeit für ihre berufliche Weiterbildung attraktive Förderungen zu nutzen. Auch Betriebe können für die Qualifikation ihrer Mitarbeiter eine finanzielle Förderung erhalten.

Grundsätzlich werden 50 % der Lehrgangskosten rückzahlungsfrei gefördert. Dies soll die Weiterbildungsbereitschaft von Angestellten in Unternehmen sowie von Personen, die eine arbeitsplatzunabhängige Qualifikation anstreben, deutlich verbessern.

Wir sind Ihnen bei der Antragsstellung gern behilflich.

Weiterbildungsrichtlinie

  • für Personen, die sich unabhängig von ihrem Arbeitsplatz qualifizieren möchten
  • für Unternehmer, die ihre Mitarbeiter und/oder sich qualifizieren wollen

Informationen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Land Brandenburg » Hier klicken

Volkmar Zibulski

Ressortleiter Meisterschule/Weiterbildung

Telefon: 0335 5554 - 233
Telefax: 0335 5554 - 203

volkmar.zibulski@hwk-ff.de

Kursangebote

Solarcarport Hennickendorfdistanzstueck_30_pixelSchweißgeräte

Mit finanzieller Unterstützung durch Bund und Land konnten beispielsweise für den KFZ-Ausbildungsbereich der Berufsbildungsstätte in Hennickendorf Kraftfahrzeuge und ein Solar-Carport sowie für den Fachbereich Schweißen neue Schweißgeräte angeschafft werden.

„Die berufliche Aus- und Weiterbildung im Handwerk ist für die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks in Ostbrandenburg entscheidend. Das Handwerk ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Ostbrandenburg. Wir investieren in eine anspruchsvolle, moderne und werthaltige Bildung.“, erklärt Sven Kaczkowski, Leiter des Bildungszentrums.

Im Oktober 2016 hat die Bundesministerin für Wissenschaft und Bildung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg Förderbescheide zur Anschaffung moderner Ausbildungsmittel übergeben. Anfang 2017 konnten damit zwei Vorhaben am Standort Hennickendorf mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 1 Million Euro über das Förderprogramm “Gemeinsame Richtlinie für die Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS) und ihrer Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren” sowie mit dem Sonderprogramm “Förderung von Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) und Kompetenzzentren” umgesetzt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung als auch das Land Brandenburg haben diese Investition durch eine anteilige Förderung ermöglicht.

Insbesondere Zukunftshemen, wie die Digitalisierung im Handwerk oder Hochvolttechnik als alternative Antriebstechnik in Kraftfahrzeugen, können nun dem Fachkräftenachwuchs noch praxisnaher vermittelt werden. So wurden beispielsweise drei Fahrzeuge mit moderner Antriebstechnik angeschafft – zwei Plug-In-Hybridfahrzeuge sowie ein Elektrofahrzeug. Unter anderem ist die Schweißtechnik erneuert sowie Steuerungs- und Automatisierungstechnik für die Überbetriebliche Lehrlingsausbildung im SHK-Handwerk beschafft worden. Damit ist und bleibt das Bildungszentrum führender Technologieträger für das Handwerk in Ostbrandenburg. Mit seinen Standorten in Hennickendorf und Frankfurt (Oder) steht dem “Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan” ein hochmodern ausgestatteter Bildungsdienstleister in der Region zur Seite. In den 20 Jahren des Bestehens der Bildungsstätten absolvierten hier bereits mehrere Tausend Handwerker, Lehrlinge und Gesellen ihre Schulungen und Kurse.

Wir freuen uns sehr über diese Investitionsmaßnahmen und wünschen allen Bildungsteilnehmern viel Freude und Erfolg in unseren Bildungseinrichtungen.

Sven Kaczkowski

Leitung des Bildungszentrums – Standorte Frankfurt (Oder) und Hennickendorf

Telefon: 0335 5554 - 200
Telefax: 0335 5554 - 203

sven.kaczkowski@hwk-ff.de

Roland Moritz

Leiter der Berufsbildungsstätte Hennickendorf / Fachbereichsleiter Metall

Telefon: 033434 439 - 11
Telefax: 033434 439 - 23

roland.moritz@hwk-ff.de

Unsere Berufsbildungsstätte Hennickendorf (bei Strausberg) hat seit vielen Jahren die Berechtigung, zertifizierte Lehrgänge der Akademie des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (TAK) durchzuführen:

  • Abgasuntersuchungen (AU)
  • SP Sicherheitsprüfung an Nutzfahrzeugen
  • Schulung zur Berechtigung von Gassystemeinbauprüfungen – GSP (einschließlich GAP)
  • Sachkunde für Tätigkeiten an Kfz-Klimaanlagen nach Chemikalien-Klimaschutzverordnung / (EG) Nr. 307/2008
  • Umgang mit Airbag und Gurtstraffern
  • Fachkundiger für Arbeiten an Hochvolt-eigensicheren Systemen

Grundlage der Schulungen sind die Konzepte des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes sowie die enge Zusammenarbeit mit Vertretern der Automobilindustrie, Geräteherstellern und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die Durchführung der AU ist mit dem erfolgreichen Abschluss eines Prüfungslehrgangs verbunden.
Alle 36 Monate müssen die Fachkräfte und verantwortlichen Personen ihr Können in den Fahrzeugkategorien Otto-Motor, Diesel-PKW und Diesel-LKW beweisen.

Ebenfalls müssen die Berechtigungen für GAP/GSP und SP Sicherheitsprüfung an Nutzfahrzeugen innerhalb von
36 Monaten aufgefrischt werden.

In unserer anerkannten Bildungsstätte in Hennickendorf zeigen wir Ihnen in unseren modernen Fachkabinetten nicht nur praktisches Können, sondern führen auch Erfahrungsaustausche durch und vermitteln Ihnen alle rechtlichen Grundlagen, Vorschriften und Richtlinien sowie Fahrzeugidentifizierung und deren Dokumentation. So tragen wir maßgeblich dazu bei, die hohe Qualität der Sachkundelehrgänge zu sichern.

Entscheiden Sie sich für unsere TAK-Schulungsstätte Hennickendorf,
entscheiden Sie sich für Qualität und Know-how.

Volkmar Zibulski

Ressortleiter Meisterschule/Weiterbildung

Telefon: 0335 5554 - 233
Telefax: 0335 5554 - 203

volkmar.zibulski@hwk-ff.de

Im Januar 2015 wurde die Verordnung über die Meisterprüfung der Kosmetiker neu erlassen. Damit war im Kosmetiker-Handwerk erstmals seit 1990 wieder eine Meisterprüfung möglich! Erstmals seit 27 Jahren stellten sich am 21. und 22. Januar 2017 sich 8 Kosmetikerinnen und ein Kosmetiker der Meisterprüfung. Ein Meisterprüfungsausschuss musste aufgestellt werden und die Prüfungsaufgaben erarbeitet und vorbereitet werden. Das war auch für die gestandenen Kosmetikerinnen eine spannende Angelegenheit. Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Teil 1 und 2 fand in Teilzeit statt. Ein Jahr lang jeweils Mittwochnachmittag und am Sonnabend – eine sehr anstrengende Zeit für die Teilnehmer! Im fachtheoretischen Teil der Meisterprüfung wurde in 2 Handlungsfeldern geprüft:

  • Kosmetische Dienstleistungen
  • Management eines Kosmetikinstitutes.

Im fachpraktischen Teil musste in 3 Stunden ein Meisterprüfungsprojekt erarbeitet werden. Es musste eine kosmetische Behandlung, einschließlich Spezialbehandlung und ein Abend Make up an einer mindestens 50 jährigen Frau durchgeführt werden. Dazu wurde ein Fachgespräch geführt. Außerdem mussten Situationsaufgaben ausgeführt werden:

  • Hautbeschaffenheit beurteilen
  • Haarentfernung
  • Problemzonenbehandlung
  • Ganzkörpermassage
  • Permanent Make up
  • Kosmetische Hand- und Fußpflege

Wir beglückwünschen alle 9 Teilnehmer zu ihrer bestandenen Meisterprüfung!

Der nächste Kurs startet am 07.06.2017. Der Infoabend für diesen Kurs findet am 21.02.2017 im Bildungszentrum statt. Weitere Informationen erhalten Sie hier!

Die überbetriebliche Ausbildung ist fester Bestandteil der beruflichen Bildung im dualen System und hilft einerseits Betrieben bei der Vorbereitung ihrer Auszubildenden auf die Prüfungen und gewährleistet andererseits einen einheitlichen Wissensstand der Auszubildenden.

Ab 01.01.2017 tritt eine Neufassung der ÜLU-Lehrgänge im Friseurhandwerk in Kraft, die mit einer Übergangsfrist bis zum 31.07. zum Ausbildungsstart 2017 praktisch wirksam wird.

Folgende Lehrgänge – die durch die Vollversammlung der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg beschlossen wurden – entfallen zum 31.07.2017:
FRI1/09, FRI2/09, FRI5/09.

Folgende neu geregelten Kurse werden ab 01.08.2017 aufgenommen:

  • FRI1/16: Klassische Friseurtätigkeiten
  • FRI2/16: Modische Friseurtätigkeiten
  • FRI3/16: Langhaar-Design, Colorationstechniken am Haar

Alle Unterweisungspläne finden Sie »hier.

Digitale Erpressung – Schutz vor Ransomware Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des LKA Brandenburg erreichen immer öfter Anfragen von betroffenen Firmen und Behörden zur aktuellen Verbreitung der „Krypto-Ransomware“ und zum Umgang mit den durch Schadsoftware infizierten Computersystemen. Dabei spielen sowohl allgemeine Fragen als auch der Umgang mit aktuellen Ransomware-Phänomen (z. B. „Goldeneye“) eine Rolle. Die aktuellen Verschlüsselungstrojaner verbreiten sich vornehmlich in E-Mails, die getarnt z. B. als Bewerbung auf offene Stellenausschreibungen, derzeit vor allem Firmen und Behörden erreichen. Diese „Bewerbungen“ sind in fehlerfreiem Deutsch geschrieben und enthalten meist ein Lichtbild des angeblichen Bewerbers. Angehängt an diese E-Mails befinden sich die vermeintlichen Bewerbungsunterlagen in Form einer Excel-Datei (.xls) sowie einer PDF-Datei.

Sogenannte „Ransomware-Schadprogramme” sind in einer Vielzahl an Varianten bereits seit mehreren Jahren im Umlauf. Eine dieser neueren Varianten ist die sogenannte „Krypto”-Ransomware. E-Mails mit dieser Schadsoftware sind getarnt als Rechnung, Paketankündigung, Bewerbungsschreiben oder als gewerbliches Angebot. „Heute sind es Stellenausschreibungen, in der nächsten Woche vielleicht was ganz anderes. Seien Sie deshalb kritisch beim Öffnen von Dateianhängen und sorgen Sie für eine aktuelle Virensoftware auf ihrem PC.”. Weitere Informationen wie Merkblätter und Ansprechpartner finden sie im nebenstehenden Download. Quelle:  www.ebusinesslotse-ostbrandenburg.de

Henrik Klohs

Beauftragter für Innovation und Technologie

Telefon: 0335 5619 - 122
Telefax: 0335 5619 - 123

henrik.klohs@hwk-ff.de

Es zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will

Sie haben Mut bewiesen und für sich einen richtigen Schritt gemacht – nach Deutschland, do Niemiec, to Alemania.

6 Spanier und 20 Polen begannen ihre Lehre dank des EU-Programms „MobiPro“ im September in Mitgliedsbetrieben der Kammer. „Sie machen 3 Prozent unserer Lehrlinge im ersten Lehrjahr aus. Das ist nicht wenig! Das ist gut so! Das freut sicherlich auch die Betriebe, bei denen Sie ihr Handwerk erlernen“, wandte sich Kammer-Hauptgeschäftsführer Uwe Hoppe in der Willkommensveranstaltung am 6. Oktober an die jungen Leute.

Erstmals begleitet die Kammer mit MOBIPRO-EU polnische und spanische junge Erwachsene bis 2020 in der Ausbildung. Bereits seit 2011 werden polnische Jugendliche in den Ausbildungsbetrieben der Kammer betreut. „Die deutsche Sprache ist der Schlüssel dafür, dass Sie Ihre Stärken ausspielen können! Sie ist das A und O“, sagte Hoppe zu den 4 jungen Frauen und 22 jungen Männern Er weiß, wovon er spricht. Er studierte in Bulgarien und beherrscht noch heute die Sprache.

„Den Ausbildern und Betriebsinhabern, den Schulen und allen Kümmerern wünschen wir, dass wir uns in drei Jahren, auf einer Gesellenfreisprechung wiedersehen“, sagte Birgit Wagner, die Sprachlehrerin der Gruppe bei der DAA. Gemeinsam mit den Lehrherren und den beteiligten Partnern sollten nicht nur praktische Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten Kompetenzen erworben werden. „Wir wollen stolz und zukunftsgewiss darauf sein können, dass Sie ein Facharbeiter mit einem Berufsabschluss sein werden, nach denen sich viele Betriebe in Ihrer Heimat, aber auch in Deutschland sehnen. Dafür müssen Sie in den nächsten drei Jahren hart arbeiten und – vor allem – Sie müssen durchhalten!“, appellierte Uwe Hoppe im Beisein der spanischen Botschaftsvertreterin Evelyn Stoll und des Leiters der Wirtschaftsabteilung an der polnischen Botschaft, Dr. Jacek Rosa.

The Job of my Life ist ein Sonderprogramm des Bundes zur „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa“ (MobiPro-EU). Das Projekt MobiPro-EU wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

Im Interview:

Logo Fa. Weigt

Carsten Weigt (41), Metallbaumeister und Inhaber der Metallbaufirma Weigt in Prenzlau, der im Juni 2016 die Qualifizierung zum „Internationalen Schweißfachmann” erfolgreich abgeschlossen hat.

 

Herr Weigt, Sie sind Meister und führen seit rund 13 Jahren erfolgreich ein Metallbauunternehmen in der Uckermark. Warum haben Sie sich noch einmal auf die “Schulbank” gesetzt?
Um als anerkannter Schweißfachbetrieb zu arbeiten – und uns damit entsprechend an Ausschreibungen beteiligen und Aufträge der öffentlichen Hand übernehmen zu können – müssen wir zertifiziert sein und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört, dass eine Person als Schweißaufsicht fungiert, die über eine entsprechende Qualifikation verfügen muss. Wie zum Beispiel der Abschluss als  “Internationaler Schweißfachmann”.  Der fehlte uns bisher im Unternehmen.
So dass Sie selbst diese Herausforderung angenommen haben …
Diese Qualifikation – die ich ja neben der Arbeit in der Firma zu absolvieren hatte – war in der Tat eine Herausforderung. Aber mit dem Bildungsangebot der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) hatte ich die Chance, in einem sechsmonatigen Kurs den für das Unternehmen so wichtigen Abschluss zu machen. Und ich habe es durchgezogen. Das hieß für mich,  von November 2015 bis Juni 2016 jeden Freitag und Sonnabend nach Hennickendorf zu fahren, wo im dortigen Bildungs-
zentrum der Handwerkskammer auch die Aus- und Weiterbildung in der DVS-Schweißkursstätte stattfindet. Dass ich dort die Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten im Gästehaus und in der Mensa nutzen konnte, hat das Ganze übrigens logistisch erleichtert.

Was hat Ihnen diese Qualifizierung gebracht?
Ich kann rückblickend sagen, dass es auch für mich als Metallbaumeister eine durchaus attraktive Weiterbildungs-
möglichkeit war. Theoretisches und praktisches Wissen wurde aufgefrischt und ich habe bei den Ausbildungseinheiten in Hennickendorf und in der Schweißtechnischen Lehranstalt der Handwerkskammer Potsdam in Götz viel Neues dazulernen können. Die Dozenten haben einen sehr starken Praxisbezug und haben sich auf die Lehrgangsteilnehmer sehr gut eingestellt. Natürlich waren die Zwischenprüfungen am Ende eines Ausbildungsabschnittes und besonders die mündliche Abschlussprüfung mit Lampenfieber verbunden. Aber ich habe es geschafft und habe seit dem 10. Juni das internationale Diplom als International Welding Specialist und das deutsche Zeugnis als Schweißfachmann.  Sehr hilfreich war übrigens die Unterstützung durch die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – von der Information  und Organisation bis hin zur Beratung in finanziellen Dingen. Meine Ausbildung wird zu 60 Prozent von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gefördert.

Was raten Sie anderen Fachleuten und Firmen in ähnlicher Situation?
Ich kann diese Qualifikation nur empfehlen. Sicher, ohne Disziplin und Durchhaltevermögen geht es nicht – aber es ist zu schaffen. Und der Nutzen dieses Abschlusses sowohl persönlich als auch für den Betrieb ist groß.

Das Interview führte für uns Frau Birgit Bruck.

Fortbildung zum Internationalen Schweißfachmann

Der nächste Kurs startet am 11.11.2016. Mehr erfahren
Nutzen Sie die attraktive Fördermöglichkeit über die Investitionslandesbank (ILB).
Damit können Sie bis zu 70 % der Lehrgangskosten sparen.
Wir beraten Sie gern zum Antragsverfahren und unterstützen Sie dabei!

Ihre Ansprechpartner
zur Fortbildung:

Volkmar Zibulski

Ressortleiter Meisterschule/Weiterbildung

Telefon: 0335 5554 - 233
Telefax: 0335 5554 - 203

volkmar.zibulski@hwk-ff.de

Sylvia Seelig

Mitarbeiterin Meisterschule/Weiterbildung

Telefon: 0335 5554 - 245
Telefax: 0335 56577 - 370

sylvia.seelig@hwk-ff.de

Hinterlassen Sie uns Ihre Kontaktdaten und wir melden uns bei Ihnen.

Ein logischer Schritt: Vom Schornsteinfeger zum Energieberater

Roy Köppen, Gebäudeenergieberater

Roy Köppen ist 38 Jahre alt, Schornsteinfegermeister und hat erst vor Kurzem eine Zusatzqualifzierung zum Gebäudeenergieberater abgeschlossen. „Warum ich das gemacht habe? Die Arbeitsbedingungen für mein Gewerbe ändern sich mit der Energiewende drastisch. Und ich habe noch einige Jahrzehnte Arbeitsleben vor mir. Da heißt es am Ball zu bleiben, wenn ich auch in 10 Jahren meinen Job ausführen möchte“, sagt er. Das ist ihm Begründung genug für die Teilnahme an dem berufsbegleitenden Lehrgang der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg, der immerhin ein halbes Jahr dauerte und am 9. Mai mit den Prüfungen endete, die Köppen mit hervorragendem Ergebnis absolvierte.

Es war nicht sein erster Lehrgang, mit dem Köppen seine Kompetenz als Schornsteinfegermeister ergänzt.
„Ich bin gleichzeitig auch Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, das heißt, ich darf auch bestimmte Tätigkeiten, die sonst nur ein Elektriker vornehmen darf, ausführen. Ich bin Fachkraft für Rauchwarnmelder und ich hatte mich nach meiner Berufsausbildung auch einige Jahre in der Bauwirtschaft umgesehen. Ich verstehe also auch etwas von Häusern, mehr als ein Schornsteinfeger üblicherweise verstehen muss“, erläutert er.

Mit dem Gebäudeenergieberater hat er nun einen Abschluss in der Tasche, „der absolut zukunftstauglich ist. Mit der Energiewende werden auch künftig immer neue Vorschriften erlassen werden, die auf hocheffiziente Energiesparhäuser hinauslaufen. Heizungen müssen nach- und umgerüstet werden, die Schadstoffausstöße müssen weiter minimiert werden. Das produziert einen enormen Beratungsbedarf. Und das ist die Schnittstelle, an der ich dem Bauherrn oder Architekten beratend unterstützen kann.”, sagt er.

Die Ausbildung hat ihm dazu das nötige Rüstzeug gegeben: Er kann Bauwerke in Bezug auf Energieverbrauch bewerten, er weiß um die verschiedensten Möglichkeiten der Sanierung von Gebäuden, die auf Energieeinsparung und Minimierung von Schadstoffausstößen hinauslaufen. Das geht vom Einsatz von dämmenden Fenstern über die Dämmung von Fassaden oder Dächern bis hin zum Einbau moderner Heizungstechnik oder die Wahl des Brennstoffes. Der Energieberater kennt sich mit mit Anlagentechnik auf, er weiß um die rechtlichen Grundlagen wie Energieeinsparverordnung, er kann Konzepte zur Verbesserung der Energiebilanz eines Gebäudes entwickeln und geplante Modernisierungsmaßnahme baurechtlich bewerten, damit sie auch problemlos das Genehmigungsverfahren passieren. „Als Schornsteinfeger habe ich ohnehin schon viel mit dem Thema Energie zu tun, da lag es doch nahe, auch den Schein für den Energieberater zu machen“, fügt Roy Köppen hinzu.

Dabei war er, als er noch Schüler war, eher zufällig zu seinem Beruf gekommen. „Meine Mutter hatte gesagt: Junge, wie wäre es, wenn du Schornsteinfeger wirst? Ich hatte gesagt: Nee Mama, da mache ich mich ja immer schmutzig“, erinnert er sich. „Dann bin ich es aber doch geworden und ich muss sagen, ich habe es nie bereut. Vor elf Jahren absolvierte er seine Meisterausbildung, seit wenigen Monaten hat er einen eigenen Kehrbezirk: die Stadt Templin und ihr unmittelbares Umland. Das bedeutet zwar einige Fahrerei für den in Strausberg wohnhaften Schornsteinfegermeister. „Aber die nehme ich gern in Kauf. Ich mag die Region, ich mag die Landschaft und ich mag die Mentalität der Leute hier. Die ist gerade und schnörkellos. Übrigens kommt meine Frau auch aus der Uckermark, da wusste ich schon in etwa, was mich erwartet, als ich diesen Kehrbezirk hier übernahm.“

Volkmar Zibulski

Ressortleiter Meisterschule/Weiterbildung

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Telefax: 0335 5554 - 203

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