Angekommen in der Arbeitswelt


Evaluation: Projekt Integration statt Ausgrenzung  „Abenteuer Arbeitswelt“

Nach dem unser Projekt „IsA-Abenteuer Arbeitswelt“ sich dem Ende neigt, möchten wir uns für die gute Zusammenarbeit bedanken. Gleichzeitig schauen wir auf die geleistete Arbeit im Projekt zurück.
Was ist uns besonders gut gelungen und was weniger gut? Gemeinsam mit Ihnen wollen wir diskutieren, wie zukünftige Projekte verwirklicht werden können. Wir freuen uns deshalb, Sie am 28.10.2020 um 14:00 Uhr  im Bildungszentrum der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), im Konferenzraum 2 und 02.11.2020 um 14:00 Uhr im Ringhotel Schorfheide, Tagungszentrum der Wirtschaft, Hubertusstock 2, 16247 Joachimsthal.

Zu den Feedbackgesprächen können Sie sich gern bei unseren Ansprechpartnern zum Projekt, Katrin Balk oder Susanne Schulz, anmelden.

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© Silke Köppen/HWK

„Abenteuer Arbeitswelt“ – Durch Veränderung und Mut zum Einstieg in das Berufsleben

„Abenteuer Arbeitswelt“ – so heißt das Projekt IsA (ESF-Programm: Integration statt Ausgrenzung). Es soll den Teilnehmern Mut für ein wahrliches „Abenteuer“ machen – den Schritt in ein geregeltes Berufsleben.

Einem jungen Mann aus Eisenhüttenstadt ist dieser Schritt gelungen. Zum Anfang des Projektes noch orientierungslos und ohne Schulabschluss, steigt er jetzt durch eine vorangegangene Einstiegsqualifizierung (EQ) gleich direkt in das zweite Lehrjahr einer Berufsausbildung im Metallbereich ein. Die hat ihm ein engagierter Betrieb der Region vermittelt, um ihn als künftige Fachkraft im Unternehmen zu beschäftigen.

Doch nun von Anfang an:

In das Projekt kam der heute 26-jährige Sebastian im November 2015. Ohne Schulabschluss und Berufsausbildung gab es nur die Perspektive, auf ewig in Hilfsjobs zu arbeiten oder gar keine Beschäftigung zu finden. Doch das kommunale Jobcenter und die Mitarbeiter des Projektes IsA erkannten sein Potenzial, nahmen ihn an die Hand und erarbeiteten gemeinsam mit Sebastian einen gelungenen Entwurf für seine berufliche Zukunft.

An erster Stelle steht die Integration des Jobcenters in das Projekt, in diesem Fall eine Zusammenarbeit zwischen der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und dem Nestor Bildungsinstitut. In der Kennenlernphase helfen zuerst Gruppen- und dann Einzelgespräche, um die Projektteilnehmer mit ihren Zielen, Wünschen aber auch Ängsten und Vorbehalten besser kennenzulernen. Bei Sebastian zeigte sich schnell, dass Probleme in der Schule und das daraus resultierende Fernbleiben die Ursachen für seine unbefriedigende Situation waren. Die Schule beendete er ohne Abschluss, was eine Ausbildung somit fast unmöglich machte und er die Grundversorgung durch das Jobcenter in Anspruch nehmen musste. Durch die Zuweisung in das Projekt „Abenteuer Arbeitswelt“ begann die individuelle Betreuung und die Analyse, für was sich der junge Mann begeistern kann. Dabei stellte sich heraus, dass er sich eine Ausbildung im Metallbereich vorstellen kann. Im nächsten Schritt wurde dann ein engagiertes Unternehmen gesucht, welches einen Praktikumsplatz zur Verfügung stellt, das sich mit der Firma Heckmann aus Eisenhüttenstadt gefunden hat. Dort gibt es Nachwuchsprobleme, wie in vielen Betrieben der Region. Entsprechend offen ist das Unternehmen für andere Wege zur Gewinnung von Mitarbeitern. Dazu zählen auch junge Menschen mit keinem oder schlechtem Schulabschluss, mit Migrationshintergrund oder Lernschwächen, die aber dennoch motiviert sind und handwerkliche Fähigkeiten mitbringen. „Diesen eine Chance zu geben, hat sich bewährt“, so André Fuhrmann (Meister Stahlbau) von der Firma Heckmann. „In der Vergangenheit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Junge Menschen, die eine zweite Chance erhalten, sind dankbar für die Unterstützung, sind zuverlässig und bleiben dem Unternehmen treu.“

Das kann Dr. Kristina Setzkorn, Projektmitarbeiterin bei der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), nur bestätigen. „Sicher gibt es auch Projektteilnehmer, die keine Ziele und auch kein Interesse an Veränderung ihrer aktuellen Lebenssituation haben. Doch die, die etwas ändern wollen, sind in der Regel auch erfolgreich und schaffen es mit Hilfe des Projektes, Wege in eine Zukunft mit Arbeit und dem damit verbundenen besseren Lebensstandard zu gehen.“

Die Teilnehmer erhalten während der Startphase jede Menge Unterstützung durch die Projektmitarbeiter. Dazu zählen die Berufsorientierungshilfe, die Kompetenzanalyse über das Praktikum und Hilfe bei persönlichen Anliegen im Alltag – sogar bei psychischen Problemen, sollte das in Ausnahmefällen notwendig sein. Bei Sebastian führte die Beratung und Begleitung, das Engagement der Firma Heckmann und nicht zuletzt sein eigener Wille und Ehrgeiz dazu, eine Lehre im Metallbau zu starten und der Firma Heckmann zukünftig als Fachkraft zur Verfügung zu stehen. Der Erfolg erfreut alle beteiligten Partner und macht auch anderen Projektteilnehmern Mut.

Zum Projekt:

Das Projekt „Abenteuer Arbeitswelt“ wird im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund, Handlungsschwerpunkt Integration statt Ausgrenzung (IsA), durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Katrin Balk

Integrationscoach

Telefon: 0335 5554 - 244
Telefax: 0335 5554 - 203

katrin.balk@hwk-ff.de